70% der Digitalisierungs-Projekte scheitern!

Warum: es wird bei dem Projekt mehrheitlich nur auf die Hard- und Software geachtet! Aber die Auswirkungen auf den Mensch und die Organisation bleiben häufig unberücksichtigt.

Der Schlüssel ist Vertrauen: In das Projekt, die Glaubwürdigkeit der Vorgesetzten und in die sich veränderten Werte und Normen.

Als Manager sollten Sie nie vergessen, was die wichtigste Ressource in Ihrem Unternehmen ist: Die Kompetenz Ihrer Mitarbeiter.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie mithilfe von 2 einfachen Tools, das Vertrauen Ihrer Mitarbeiter gewinnen und halten können.

Der Faktor Mensch in Digitalisierungsprojekten

Bei einem Digitalisierungsprozess dreht sich fast alles um die neuste Software, die beste Technik und die profitabelsten Strategien.

Doch sollte man nicht vergessen: Die Mitarbeitenden sind der Schlüssel für die Transformation

Gerade in Zeiten des Umschwungs, braucht es viel Aufmerksamkeiten für Teambildung und die Zufriedenheit der einzelnen Mitarbeiter.

Wie schaffe ich es als Führungskraft, dem Wandel und meinen Mitarbeitenden gerecht zu werden?

Dafür sollten wir uns die Funktionsweise des Menschen etwas genauer ansehen.

Das menschliche Gehirn ist bis zu 70.000 Gedanken pro Tag fähig. Das ist eine grosse Datenmenge, die ununterbrochen, jeden einzelnen Tag, verarbeitet werden muss.

Doch sind fast 90% der Gedanken repetitiv, das heisst, sie wiederholen sich in einem ständigen Kreis oder Muster. Und unvorteilhafter Weise, sind von diesen Gedanken auch noch 75% meistens negativ.

Positive Gedankenmuster

Die grösste Herausforderung für uns Führungskräfte ist es also, die Mitarbeitenden zu motivieren und positive Gedanken zu fördern. Denn nur mit positiver Motivation lässt sich ein erfolgreicher Digitalisierungsprozess gestalten.

Um neue, positive Gedankenmuster und somit Handlungen aufzubauen braucht es vor allem eins:

Vertrauen

Je unsicherer die Zeiten sind, umso mehr sucht der Mensch nach vertrauten Dingen, Gruppen und Menschen. Vertrauen zwischen Menschen entsteht durch Glaubwürdigkeit und gemeinsame Werte und Normen.

Fehlt das Vertrauen in und für den Wandel, so steigt die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns.

Darum ist es wichtig, seine Mitarbeitenden in den Wandel aktiv mit einzubeziehen. Erfahrungswerte schaffen Vertrautheit und sichert Ihre Glaubwürdigkeit.

Arbeitsmethoden die den Wandel unterstützen

1.     Kanban-Board

Das Kanban-Board ist ein Überblick oder Visualisierung der wichtigsten Themen.

Hier wird in 3 Kategorien eingeteilt:

Der Wunsch oder die Idee, was in Bearbeitung ist und was schon erledigt ist.

Dort können die Mitarbeitenden, mithilfe von Post-Its visuell und aktiv an der Gestaltung teilnehmen.

Dazu sollte ein wöchentliches, kurzes Treffen (ca. 30 min) direkt an dem Kanban-Board stattfinden.

Besprechen Sie gemeinsam:

Was wurde erledigt? Wichtig ist hier das bewusste Verschieben der Karten, so erfahren alle Beteiligten automatisch ein positives Erlebnis

Was ist noch in Bearbeitung? Was braucht es für eine Erledigung? Fördern Sie die Kreativität für verschiedene Lösungsansätze und nehmen Sie aktiv teil an den Überlegungen.

Und zu guter Letzt: Was gibt es für neue Ideen/Wünsche?

Das regelmässige gemeinsame Treffen schafft Nähe, Orientierung und gibt einen Überblick, wie es um die tatsächliche Umsetzung steht.

 

2.     Bewusste wöchentliche Rückschau

Auch hier lohnt es sich mit einem visuellen Board zu arbeiten. Dafür reicht schon die Unterteilung in 2 Kategorien:

Was lief gut und was können wir verbessern.

Planen Sie eine wöchentliche Rückschau direkt am Flip ein, an der alle Mitarbeiter und leitende Personen teilnehmen.

Wichtig: Achten Sie auf die kleinen positiven Erfolge und weisen Sie auch bewusst darauf hin, durch das visuelle verschieben der Karten.

Hier geht es vor allem um die Kommunikation und den Umgang miteinander.

Sie sollten stets konkret werden und auf Ihre Formulierungen achten.

Sagen Sie nicht: Wir müssen besser kommunizieren.

Besser ist es: In dem Fall XY wünsche ich mir von Person XY konkrete Lösungsvorschläge.

So beziehen Sie die Person direkt mit ein und übergeben die Verantwortung, was wiederum zu mehr Motivation führt.

Gemeinsame Formulierungen, was gut läuft oder was noch zu verbessern ist, schafft neue, gemeinsame Werte und Normen im Team.

Sie haben die Wahl

Ob Sie die eine, oder die andere Methode wählen, liegt ganz an Ihrer eigenen, persönlichen Vorstellung und der bevorzugten Arbeitsweise.

Die Rückschau ist dabei allgemeiner und hier haben auch zwischenmenschliche Themen Platz wie die Zusammenarbeit. Das Kanban-Board eignet sich mehr als Überblick über den aktuellen Projekt-Fortschritt.

Beide Methoden sind gleich erfolgreich für den Zusammenhalt im Team, das Vertrauen in Sie als Führungskraft und positive Motivation für den Digitalisierungs-Prozess.

Annette Jordan

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