Selbstverantwortung – ein grosses Wort, mit einer grossen Bedeutung.

Verantwortung zu übernehmen ist etwas, dass wir alle, im Laufe unseres Lebens, entdecken und erlernen müssen.

Und während das Verantwortung übernehmen für andere uns vorgelebt und gepriesen wird, so bleibt die Selbstverantwortung oft auf der Strecke.

Doch was bedeutet das eigentlich genau?

Stufe 1: Der Machtlose

Ganz zu Beginn, stehen wir da als der Machtlose, die Kinderschuhe der Selbstverantwortung. Denn der Machtlose übernimmt keine Verantwortung und erledigt nur das ihm Aufgetragene. Er befolgt Befehle aber tut nichts darüber hinaus. Auf die Gefahr hin, doch Verantwortung übernehmen zu müssen, beginnt das kreative Ausreden-Erfinden.

Stufe 2: Der Umsetzer

Darauf folgt die Stufe des Umsetzers. Auch der Umsetzer führt Befehle aus und erledigt seinen Job ohne Argumentation. Doch sind die Aufgaben erledigt ergreift der Umsetzer auch mal die Initiative, um nach weiteren Aufgaben zu fragen.

Viele Führungskräfte geben sich hiermit schon zufrieden. Schade, denn dabei geht viel menschliches Potential verloren.

Stufe 3: Der Problemlöser

Der Problemlöser geht einen Schritt weiter und sieht sich als Teil der Gemeinschaft. Er erkennt seine Verantwortung für die Aufgaben aber vor allem auch für das Ergebnis und das Gesamtbild. Er wartet nicht bis ihm etwas zugeteilt wird, sondern sieht von selbst was getan werden muss.

Der Problemlöser ist proaktiv und macht den Schritt von den passiven Befehlen folgen zum selbstständigen Übernehmen was möglich ist.

Stufe 4: Der Gestalter

Während der Problemlöser sich noch innerhalb der Strukturen bewegt, beginnt der Gestalter diese Strukturen zu hinterfragen. Er sucht auch im Aussen nach Lösungen um tun zu können, was Notwendig ist.

Der Gestalter übernimmt die Verantwortung für sich selbst und das Scheitern oder den Erfolg eines Projektes. Er steht hinter seinen Aufgaben und treibt Veränderung voran.

Mit der Selbstverantwortung kommt Motivation und Leidenschaft. Eine wichtige Komponente, die im Berufsleben oft fehlt, aber entscheidend für den Erfolg eines ganzen Unternehmens sein kann.

Auf welcher Stufe befinden Sie sich? Und wie erreichen Sie die nächste?

Um das fest zu stellen, geht es erstmal um eine gelungene Selbsteinschätzung. Dazu gehört die eigene Reflektion aber auch konstruktives Feedback von Mitarbeitern und Vorgesetzten.

Weiterentwicklung durch Selbsteinschätzung und Akzeptanz

Nach der Selbsteinschätzung kommt die Akzeptanz. Denn das Ergebnis könnte ein anderes sein, als das was Sie erwarten. Und vor allem: Man muss nicht immer und überall ein Gestalter sein. Die Stufe der Selbstverantwortung richtet sich auch nach den Umständen und ist ein Prozess, der mit sehr viel Persönlichkeitsarbeit einhergeht. Wenn Sie sich akzeptieren, nehmen Sie den Druck heraus und sind gelassener im Alltag. Hier kann die innere Arbeit beginnen.

Als Führungskraft können Sie keine Selbstverantwortung von Ihren Mitarbeitern einfordern. Sie können sie motivieren und anregen und mit gutem Beispiel voran gehen. Aber es ist ein persönlicher Prozess, der immer erst mit der eigenen Entscheidung einhergeht. Menschen, die keine Selbstverantwortung übernehmen wollen, werden sich auch diesem Auftrag immer entziehen.

Wie viel Selbstverantwortung übernehmen Sie?

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